Ziischtigsbiitrag (up close and personal)
Wenn der löbliche Reeto von Gunten am Sonntagmorgen auf DRS3 jeweils fragt, ob man den einen ganz besonderen Song habe, der einem viel bedeute, weil man ihn in einem bestimmten Moment im Leben gehört habe, für seine Rubrik «Mein Song», dann weiss ich amigs gar nichts. Keine Idee. Nix.
Wahrscheinlich weil zu den besonderen Momenten in meinem Leben immer gleich ganze Alben gehören. Mindestens. Mein erster so-ein-bisschen-wie-Liebeskummer zum Beispiel: «Crossroads» von Eric Clapton. Nein, nicht die Single, sondern das ganze 4-CD-Boxset. Und «Gmües» von Patent Ochsner gleich noch mit dazu. («Wenn i ändlech wider bi dir bi, de leg i mi zu dir i ds gmachte Näscht…»)
Item. Räusper. Darum geht’s ja hier gar nicht.
Wenn mich der «Vogunte» nämlich hingegen fragen würde, (was er nicht tun wird, aber wenn er denn fragen würde,) ob ich ihm noch ein Stück für seine andere Rubrik «Sunntigsmusig» hätte, dann wäre es auf alle Fälle dieses hier:
Jim Noir – Turn Your Frown Into a Smile
Klingt extremst sonntäglich, und fängt erst noch mit Vogelzwitschern an.
Für meinen Blog dagegen führe ich nun eine eigene Rubrik, als Pendant zur Sunntigsmusig, ein:
Ziischtigsmusig.
Musik für Abende, wo einen die Schwere des Erwerbs-und-überhaupt-Lebens so richtig mit aller Macht und voller Wucht einholt, das Wochenende noch weit weg ist, und man noch nicht mal den Trost des Meitliserienmontagabends hat, um diesen Kummer etwas zu lindern.
In unserer Rubrik «Ziischtigsmusig» präsentieren wir heute also:
Damien Rice – Rootless Tree
Film ab.
Und weil’s so schön war, gleich nochmals.
5 März 2008 at 16:15
Also mein Zischtilied ist Ergo bibamus vom ollen Goethe…
6 März 2008 at 18:30
Hach ja, Latein, die alte Schwerenötersprache. Prosit!