Ortho- und typographische Zwischenfragen

  1. Kennt jemand die korrekte Schreibweise für die proletenberndeutsche, langgezogene Affirmation?
    Ist es «Iiu», «Jiiu», «Ieu», oder was?
  2. Kann mir jemand sagen, wie man «diese» Anführungszeichen (im Gegensatz zu „diesen“) hinkriegt, ohne sie mühsam irgendwoher copypasten oder aus den Word-Symbolen holen zu müssen?

Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüssen.

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31 Kommentare - “Ortho- und typographische Zwischenfragen”

  1. magenta Says:

    3. Und warum kommen Nummerierungen in einem anderen Font daher, ausser in dieser Ansicht? Plöd, das.

  2. häck Says:

    ad 1, ich wär für Iel. Ist wie Giel, der ja auch als Giu ausgesprochen wird. Ausser in der Stadt. Suche die Quelle, hab das mal wo gelesen (in einem Buch!)
    ad 2, drücken Sie alt (die Taste!), halten gedrückt und geben auf dem 10erblock ein 0171, ergibt «, dito mit 0187 ergibt »
    ad 3, die Numerierung (sorry, hat bei mir noch immer nur ein m) ist in einem CSS definiert, nehm ich mal an.

  3. nasobem Says:

    Für « drückst Du Alt+174
    Für » drückst Du Alt+175
    Ju, so geit das.

  4. häck Says:

    Kam nun mein Kommentar an oder nicht? Die Frontseite sagt 2, sehen tu ich nur 1…

  5. nasobem Says:

    Hopsalla, gleichzeitig kommentiert. Ja, die Zahlenkombinationen von häck scheinen auch zu gehen.

    Ju und Gieu spricht man nicht gleich aus. Ersteres eher Iiiuh, zweiteres Giäu.

  6. xirah Says:

    Fragen Sie doch mal vertrauensvoll die Schnabelweid, Frau Magenta, oder schlagen Sie mal heimlich in der Bibliothek in einem Wörterbuch nach.

  7. magenta Says:

    «Jupi», «das» «geht» «ja», «alle Kommentare angekommen»,«vielen Dank die Herren!»

    Was gibt’s denn da so sonst noch lustiges?
    ▐♣◙▒▓▓▓╢◙
    Hihi.
    Ehm.

    @Frau xirah: Nachschlagen? Sind Sie von Sinnen? Das ist ja wie recherchieren! Wozu hab ich denn einen Blog?
    Nein also wirklich, ich meine, what next? Keine Schreipfehler mehr machen?

    @Herr häck: CSS? Brasilianische Indiebands helfen mir leider nicht weiter, aber messi.

  8. häck Says:

    Nei! CSS steht für Cascading Style Sheet, dort steht drin, welche Schriftgrössefarbenametc bei Überschriftunterschriftaufzählungusw zu verwenden sei vom Browser.
    Nu issses so, ich kenne die wordpress.com Gepflogenheiten nicht, wahrscheinlich können Sie dieses CSS nicht ändern, ergo müssen Sie sich damit abfinden.
    Ich schau mal, ob ich mich in dieser Sache kundig machen kann.
    Ich plädier weiterhin für «Iel».

  9. magenta Says:

    [flüster]Psst, Herr häck, ich weiss schon; und das CSS ist in der Wortpresse tatsächlich modifizierbar, nur mocht ich mich da noch nicht dranwagen. Messi aber.[/flüster]

    «Iel», ach, ich weiss nicht. Schlussamänt muss ich doch noch röscherschieren (würg).

  10. xirah Says:

    Bin also dem «Iel» gegenüber sehr skeptisch eingestellt. Wenn schon müsste dann die Schreibung konsistent ällelen und dann hiesse es auch Aaroll und Froll, aber das gehört woanders hin …

  11. magenta Says:

    Es ist vielleicht einfach an der Zeit, das polnische ł (Ł) ins Schweizerdeutsche einzuführen.

  12. xirah Says:

    Na super, jetzt hab ich mir die Zunge gebrochen. Zum Glück geht tippen auch ohne.

  13. magenta Says:

    Ounäi. Und so Gips im Mund ist ja auch eher widerlich. Gute Besserung.

    Röscherschieren kann nichts, im Fall.
    Wikipedia behauptet, es sei «Jiu», und berndeutsch.ch behauptet alles andere.

    Dacht ich’s doch. Lang lebe das unfundierte Aufstellen von haltlosen Behauptungen.

  14. lizamazo Says:

    jaja (iiuiiu) mir si mit de hünd u mit de chind ar hand zur haltschtell gschprunge. das mit dem ällelen oder auch nicht und ob bzw. wie das geschrieben werden kann/soll/darf(!) ist eine der besseren methoden um leute, die berndeutsch reden (oder es meinen) einander in die haare zu jagen.

  15. lizamazo Says:

    nachtrag:
    http://www.edimuster.ch/baernduetsch/woerterbuechli.htm#1
    gehen sie mal nach kleine ortogra«vieh»* (odrso). auf der suche bin ich – wie die anderen wohl auch – auf frau bietenhard gestossen und die wird morgen 88, numeso.
    *das mit den gänsefüsslein geht ja wirklich, habe die variante nasobem getestet und mir dabei einen finger abgemacht, weil ich es auf dem lappicomputer zuerst mit nummernblock einschalten etc. vorbereiten musste.

  16. nasobem Says:

    Noch ein typographisches Detail, Madame Magenta:

    auf Deutsch zeigen die Guillemets nach »innen«
    auf Französisch nach «aussen»
    auf Finnisch und Schwedisch »parallel».

    You live, you learn!

  17. adebaumann Says:

    Ausser in der Bundesverwaltung. Dort schreibt das corporate design (oder wäre das jetzt federal design?) die Guillemets nach aussen vor – auch in Deutsch.

    Zur Frage des Affirmativen Kolloquialismus: Wieso führen wir nicht das Russische „Ю“ ein? Spricht sich genau so aus…

  18. xirah Says:

    Ю

    Dem widerspreche ich energischst, Herr Adebaumann. Die Betonung liegt da auf dem u, nicht auf dem i. Das russische „ju“ ist super, aber nicht für „ieu“.

    Und die Anführungszeichen beim Bund gucken auch nach aussen; das kann nicht falsch sein.

  19. magenta Says:

    Zenzazionell, meine Damen und Herren, da soll man tatsächlich noch behaupten, bloggen bilde nicht, ha!

    Wenn das so weitergeht, brauche ich die nächsten paar Wochen gar nichts mehr zu posten. Falls die Diskussion abflauen sollte, kann ich immer noch die Klassiker «wie sagt ihr dem Öpfelbitschgi und dem Ahöiu» in die Runde werfen, und dann 3 Wochen in die Ferien. 😀

    Zurück zum Thema.

    Mit Frau Lizamazos Hinweis hätten wir noch «iu» als gefühlte 273. Option. Cool!

    Ю?
    Warum denn nicht? Wir könnens ja berndeutsch betonen, wie’s uns in den Kram passt.

    Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine gälische Transkription – z.B. «Ighbhíl na caeghdraóighnn» oder so.

  20. magenta Says:

    Ach und noch was:

    Wie machen wir orthographisch oder morphologisch den Unterschied zwischen «posten» im Sinn von «kömmerle»* und «posten» im Sinn von «einen Blogbeitrag pousten»?

    *übrigens ein Wort, gegen das ich eine irrationale Abneigung habe. Jetzt darf es aber trotzdem mal auf meinen Blog, ich will ja nicht so sein.

  21. nasobem Says:

    Kömmerle hab ich noch nie gehört. Klingt irgendwie nach Doktorspielen im Busch hinter der Turnhalle.

    Öpfelürpsi.
    Gupf.

  22. magenta Says:

    Klingt irgendwie nach Doktorspielen im Busch hinter der Turnhalle.

    ***gacker***

    Sehr schön. Jetzt gefällt mir das Wort schon viel besser.

    Was wirklich geschah: «Köm[m]erle» leitet sich meines Wissens (und die Bernaborigines unter uns mögen mich korrigieren) von «Kommissionen machen», sprich einkaufen, ab.

  23. xirah Says:

    leitet sich […] von «Kommissionen machen», sprich einkaufen, ab.

    Äbe genau drum sött me däm o so säge, i ga ga (iu gaga!) Kommissione mache.

    U überhout wetti itz grad es Chrämli. Hett öpper eis?

  24. magenta Says:

    Sie meinen ein Chrömli.

  25. lizamazo Says:

    güetzi!

    à la limite auch: alfajores – siempre tenga tu mate listo…

  26. lizamazo Says:

    oh, bilder sind nicht willkommen?

  27. xirah Says:

    Ja Chrömli, natürlich! Möchte immer noch eins.

    Heuer ist übrigens das Jahr der Sprachen. Hätten Sies gewusst? Also ich nicht, wenn sich nicht mein Lieblingswalliser drüben bei den Runden furchtbar über einen Beobachter-Artikel aufgeregt hätte.

    Dabei steht doch da gar nichts Aufregendes 🙂

  28. magenta Says:

    Liebe Frau lizamazo, willkommen wären sie hoch, aber diese komische portugiesische Band lässt es nicht zu. Bei Ihnen änen geht es emel auch nicht, emel wenn ich es probiere, also ätsch. ;-P

  29. magenta Says:

    drüben bei den Runden

    Hehe. Auch sehr schön. So à propos Güetz- äh, Chrömli.

  30. xirah Says:

    Keine Chrömlibilder? Dann vielleicht Schoggifrösche?


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